Australien, die Hinreise: Frankfurt – Dubai – Perth

Dubai International Airport. Der erste Teil der Reise ist geschafft. Okay, der kleinste Teil: knapp 4.900 km von 13.838 km. An unserem Zielflughafen, Perth, werden wir in ungefähr 12 Stunden ankommen – dabei sind wir doch jetzt schon so müde.

Unsere Reise startete gestern, um 16:15 Uhr, als wir mit unseren Familien, die uns vor der großen Reise noch einmal verabschiedet haben, am Bahnhof standen. Dann ging es los, mit dem Zug in Richtung Frankfurt. Kleiner Tipp für die nächste Zugreise: Wenn auf der Website der DB empfohlen wird, eine Sitzplatzreservierung für einen Zug vorzunehmen, ist es wohl besser das auch zu tun. Wir haben natürlich nicht reserviert und saßen die ersten 45 Minuten unserer Reise im Zwischenraum der Kabinen auf unseren Koffern. Aber wir waren voller Vorfreude und es hätte uns wahrscheinlich nicht einmal gestört, wenn wir die gesamte Zugfahrt eingequetscht zwischen anderen Passagieren verbracht hätten. Der Zug wurde dann aber etwas leerer und wir konnten uns setzen. Die Fahrt verging glücklicherweise sehr schnell und ohne irgendwelche „unvorhersehbaren“ Vorfälle, für die die Bahn ja eigentlich so bekannt ist. Um kurz nach 6 waren wir bereits am Flughafen.

Flughafen Frankfurt

Der Frankfurter Flughafen ist etwas anders aufgebaut als alle anderen Flughäfen, von denen ich bisher geflogen bin. Bereits vor den Sicherheitskontrollen scheint sich hier der Großteil der Gastronomie zu befinden. In einen anderen Bereich gelangt man nur mit Boardkarte und so wie man es kennt, trifft man hier auf einen großen Duty-Free-Shop, der Zeitschriften, Parfüms, sämtliche Getränke (darunter auch alle möglichen Schnapssorten und Liköre) und Süßigkeiten anbietet. Verwirrend daran ist, dass er sich noch vor den Sicherheitskontrollen befindet, also noch vor dem Bereich, in den man lediglich 100-ml-Behälter mit Flüssigkeit einführen darf. Was macht man dann mit der 1-Liter-Flasche Tequila, die man gerade im Duty-Free-Shop gekauft hat? Austrinken? Nach den Kontrollen gibt es dann auch tatsächlich noch einen Mini-Laden, der vielleicht ein Achtel des Sortiments des großen Shops anbietet. Auch etwas überrascht hat mich, wie freundlich jeder einzelne Mitarbeiter des Flughafens war, sogar die normalerweise eher genervten Sicherheitsbeamten.

Um 21:20 Uhr begann dann das Boarding für unseren Flug. Ich habe noch nie ein so geordnetes Boarding gesehen, aber das muss bei diesen riesigen Maschinen vielleicht auch einfach so sein. Das Flugzeug ist in verschiedene Bereiche unterteilt – natürlich stieg die First Class zuerst ein und danach wurden alle anderen Bereiche aufgerufen. Damit war dann auch geklärt, wofür der zusätzliche Buchstabe auf unserem Boardingpass war.

Der Flug mit Emirates

Seit ich 12 Jahre alt war, bin ich regelmäßig in den Urlaub geflogen. Dabei habe ich viele verschiedene Fluggesellschaften kennengelernt – mittlerweile kann man ja nur noch selten einen Unterschied zwischen den „Billigairlines“ und ihren teuren Konkurrenten erkennen (außer beim Preis natürlich), das war früher einmal anders. Aber noch nie, nicht einmal zu den besten Zeiten der KLM (Fluggesellschaft Nr. 1 aus den Niederlanden) oder der Air Berlin, saß ich in einem Flugzeug wie diesem. Ich kann wirklich nur schwärmen und müsste ich die Emirates bewerten, wüsste ich nicht, was ich als negative Punkte auflisten sollte.

Die Sitzplätze sind mit Kissen, eingepackten Decken und Kopfhörern ausgestattet (ja, gratis in der Economy Class) und in der Rückenlehne des Vordersitzes befindet sich ein Tablet, das für Informationen und Entertainment bereit steht. Es ist mit einem System ausgestattet, das sich ice nennt – information, communication und entertainment. Es stehen zahlreiche Spiele, Filme und Serien in allen möglichen Sprachen zur Verfügung und man kann jederzeit Informationen über den Flug, die Fluggesellschaft und den derzeitigen Standort abrufen. Das sollten sowieso alle Gesellschaften wieder einführen.

Eine Kamera-Funktion hat es uns sogar ermöglicht zu sehen, was sich gerade unter und vor uns befand – der Wahnsinn, oder? Essen und Getränke haben wir auch bekommen (mit einer Menü- und Getränkekarte, die nicht in der Tasche des Vordersitzes steckte, sondern verteilt wurde, als alle Passagiere saßen).  Ich konnte also einen meiner Lieblingsfilme schauen und dabei einen Tinto de Verano (Rotwein mit Sprite) genießen und musste nicht einmal dafür bezahlen. WLAN gibt es auch an Board, das taugt zwar nicht besonders viel, aber bei dem Entertainmentprogramm des ices braucht man das eigentlich gar nicht.

Da wir einen Nachtflug hatten, wurde das Licht über weite Strecken des Fluges ausgeschaltet und die Decke war leicht blau beleuchtet und dank der kleinen, weißen Mini-Spots sah sie ein wenig wie ein Nachthimmel aus. Das einzige, was auch hier nicht anders ist als bei anderen Airlines, ist die eingeschränkte Beinfreiheit, aber alles in allem waren wir mehr als nur begeistert.

Flughafen Dubai

Den Flughafen in Dubai habe ich mir sehr anders vorgestellt. Etwas arabischer oder mehr wie in Hurghada (Ägypten) vielleicht. Gegenüber von unserem Gate befindet sich eine Heineken-Bar, an der laute Rockmusik läuft und die Menschen bereits am frühen Morgen mit ihrem Bier sitzen. Man findet die gleichen Duty-Free-Shops mit Alkohol und Zigaretten wie an jedem Flughafen in der EU.

Jetzt sitzen wir hier (tun wir ja heute noch nicht genug!) und warten auf unseren Anschlussflug. Um 9:55 Uhr geht es dann endlich weiter.

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