Sydney II – die Weltmetropole und ihre berühmte Skyline

Gleich vorab möchte ich euch an dieser Stelle sagen, dass ich jeden Blog-Eintrag nun offline schreiben und dann veröffentlichen muss, sobald wir WLAN haben, da das nun nicht mehr selbstverständlich ist. Außerdem füge ich nun jedem Ereignis ein Datum hinzu, da das der Veröffentlichung ab nun nicht mehr mit dem tatsächlichen übereinstimmt.

22. September

Der zweite Tag in Sydney war genau wie wir ihn uns in dieser Weltmetropole vorgestellt hatten: Eine atemberaubende Skyline wie aus den Filmen, Menschenmengen, die Berlin wie ein Dorf aussehen lassen und Wolkenkratzer, die gefühlt doppelt so hoch sind wie die Hochhäuser in Frankfurts Bänkerviertel. Etwas unerwartet: die vielen Asiaten. Die sind hier so zahlreich vertreten, dass wir zwischendurch das Gefühl hatten, in Tokio oder Peking zu sein. Es handelt sich auch nicht um Touristen, die meisten leben tatsächlich in Sydney – das merkt man auch an den vielen asiatischen Restaurants und Geschäften.

Die erste Nacht im Wohnmobil und der Morgen danach

Ich habe mich leider immer noch nicht an diese Zeitzone gewöhnt und daher nur wenige Stunden geschlafen, aber am Bett in unserem Camper lag das nicht. Wir haben zwei Schlafmöglichkeiten, eine direkt unter dem Dach und eine andere zwischen dem Fahrerraum und der kleinen Kochnische. Nachdem wir beide einmal aufgebaut hatten, haben wir uns für die obere entschieden. Für Menschen mit Klaustrophobie wäre das natürlich gar nichts – höchstens 50 cm über dem Kopf ist bereits das Dach, bei den Füßen sind es vielleicht noch 20! Trotzdem ist es sehr viel gemütlicher als es zunächst aussieht.

Schlaf.JPG
Unser Schlafgemach

Da unser Strom ja nicht funktionierte, mussten wir uns im Bad des Campingplatzes erst einmal Wasser kochen. Schließlich brauchten wir ja einen Kaffee, bevor wir uns auf in den Kampf durch Sydney zum Wohnwagenverleih machten (der Campingplatz hatte auch eine Küche, aber das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht). Der Weg zum Wohnwagenverleih war schmerzlos, mit sehr wenig Verkehr (für Sydney-Verhältnisse). Aber leider auch umsonst: Der Strom funktionierte einwandfrei, es musste also an der Versorgung auf unserem Stellplatz liegen. Um das einmal kurz zu erklären: Es gibt verschiedene Wohnmobile, manche sind „selbstversorgend“ und der Strom funktioniert immer, die zuständige Batterie muss nur hin und wieder aufgeladen werden. Unser kleiner Camper ist nicht selbstversorgend, nur der Kühlschrank ist hier an einer solchen Batterie angeschlossen, die Steckdosen benötigen die Stromversorgung auf den Campingplätzen (das war aber keine Überraschung, das wussten wir schon). Wir haben dann einen neuen Stellplatz bekommen und es funktionierte!

Camper hinten.JPG
auf dem Campingplatz

Sydneys Innenstadt

Dann war es endlich soweit: Mit dem Zug machten wir uns auf in Sydneys Innenstadt und diesmal wollten wir auch etwas sehen! Am Bahnhof lernten wir zwei deutsche Mädels kennen, die auf dem Stellplatz neben uns wohnten. Die beiden waren bereits seit vier Wochen in Australien unterwegs und versorgten uns mit Informationen, wie einer App, die uns verschiedene Campingplätze anzeigte (CamperMate).

In der Innenstadt angekommen war auch schon das Opera House ausgeschildert. Als wir an der Ampel warteten, die wir sogar schon vom vorigen Tag kannten, trafen wir plötzlich auf ehemalige Klassenkameraden meines Freundes, die schon seit einigen Wochen bzw. Monaten dort waren. Wahnsinn, Sydney war also doch nur ein Dorf! Schon hatten wir unsere eigenen Reiseführer, ohne deren Hilfe wir tolle Ecken und Aussichtspunkte bestimmt gar nicht gefunden hätten! An dieser Stelle noch einmal danke dafür.

Hyde Park. Zunächst durchquerten wir den gesamten Hyde Park, den wir ja auch schon auf unserer gestrigen Tour gesehen hatten – nur diesmal ohne Stress! Der Park ist recht groß und die grünen Flächen und Bäume sind ein toller Kontrast zu den Wolkenkratzern, die die Stadt zieren. Hier sahen wir wunderschöne Brunnen und eine beigefarbene Kirche, die auf den ersten Blick eher wie ein Rathaus aussah (wüsste ich irgendetwas über Architektur, könnte ich euch an dieser Stelle sagen, dass sie vielleicht im gotischen oder romantischem Stil gebaut war, aber das weiß ich leider nicht).

 

Botanischer Garten. Doch der wirkliche Kontrast zu der sehr lebendigen und vollen Metropole ist der botanische Garten. Hier sind bunte und grüne Pflanzen aus aller Welt angebaut. Bäume, deren Äste in den Boden wachsen und dann aussehen wie neue Stämme, kleine Blumen, deren wunderschön geformten Blüten bunter sind, als ein Foto festhalten könnte und Grünflächen soweit das Auge reicht.

 

Opera House und Harbour Bridge. Und dann, aus dem botanischen Garten, aus dem ganzen Grünen herausragend, sieht man sie dann: die berühmte Skyline von Sydney. Der Garten grenzt an die wie ein See aussehenden Ausläufer des Meeres an und auf der anderen Seite befinden sind das Opera House, umrandet von Wasser, und die Harbour Bridge, die weitere Teile der Stadt mit dem Zentrum verbindet. Ein unbeschreiblicher Anblick.

 

Das Opera House ist sogar noch größer und imposanter als man denkt. Ich bin ja schon ein sehr kleiner Mensch, aber wie klein man sich erst vor diesem Gebäude vorkommt! Einer unserer „Reiseführer“ hatte bereits an einer Besichtigung des bekannten Opernhauses teilgenommen und erklärte uns, dass es aus mehreren kleineren und einem großen Saal besteht, wobei man wohl nicht alle besichtigen kann. Hier finden wohl nicht nur Opern sondern auch Theaterstücke und Musicals statt – das wäre doch mal eine Location, um sich den König der Löwen anzusehen! Leider hatten wir selbst keine Zeit, um an einer Führung durch das Opera House teilzunehmen.

 

Auf dem Heimweg fuhren wir dann über die Harbour Bridge und sahen alles noch einmal beleuchtet (um 18 Uhr ist es hier bereits dunkel). Leider waren wir nicht schnell genug, um Fotos zu machen, aber das, was wir hier gesehen haben, werden wir wahrscheinlich sowieso niemals vergessen.

 

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