Das Ende der Great Ocean Road und die Fahrt nach Portland, 161 km

02. Oktober

Heute haben wir die letzten Kilometer auf der Great Ocean Road zurückgelegt, sind danach weiter in Richtung Portland gefahren (insgesamt 161 km) und haben das schöne Wetter genossen.

Die letzten 52 Kilometer auf der Great Ocean Road

Als wir heute Morgen wach wurden, schien die Sonne bereits in unseren Camper hinein. Ein weiterer sonniger Tag an der Great Ocean Road stand uns bevor. Außerdem war es heute wirklich warm – 9 Uhr morgens und bereits über 20 Grad.

Auf unserem Campingplatz, dem Port Campbell Holiday Park, saßen bereits alle draußen, tranken Kaffee und frühstückten in der Sonne. Überhaupt war der Campingplatz sehr viel voller als die anderen, auf denen wir bisher waren. Aber bei der Lage direkt am Port Campbell National Park wunderte uns das nicht.

Zunächst führte die Küstenstraße an den weiteren Attraktionen des Nationalparks vorbei. Gestern hatten wir bereits die Gibson Steps, die 12 Apostles und Loch Ard Gorge besucht und heute waren das London Arch (ehemals London Bridge), the Grotto und die Bay of Martyrs dran. Bei allen handelte es sich um einzigartige Felsformationen, die unmittelbar vor der Küste lagen und ganz allein von der Natur geschaffen worden waren.

Nur 6 km von unserem Campingplatz entfernt, befand sich die erste Sehenswürdigkeit auf unserer Route: das London Arch. Ein Fels, der die Form eines Torbogens hatte, stand hier im Meer und hielt den mächtigen und hohen Wellen stand. Wirklich unglaublich, wenn man bedachte, dass die Natur allein diesen Bogen geschaffen hatte. Was heute bereits spektakulär erschien, war aber einst noch viel erstaunlicher. Früher stand hier ein Gebilde, dessen Form mit zwei Bögen und Verbindung zum Festland an die London Bridge erinnerte, von der es ihren Namen erhielt. Auf Grund des starken Wellengangs, dem die Felsen ständig ausgesetzt waren, brach ein Teil der Brücke vor 28 Jahren zusammen. Zurück blieb das London Arch, der Londoner Bogen.

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Unser nächster Halt war the Grotto. Eine vom Meer geschaffene Grotte, die zwischen wahnsinnigen Felsformationen lag. Vom Parkplatz aus mussten wir einige Stufen hinunter laufen, um uns die Aushöhlung anzuschauen. Auf verschiedenen Höhen konnten wir immer wieder auf Aussichtspunkten stoppen und sowohl die Klippen um uns herum, als auch das Meer beobachten, wie es mal mit mehr und mal mit weniger Wucht gegen die Felsen schlug. Alleine dieses Schauspiel wäre für mich schon spannend genug gewesen, um anzuhalten, doch die wahre Attraktion wartete noch auf uns: Der Fels, auf den wir die ganze Zeit zuliefen, war vom Wasser durchbohrt worden, sodass eine Art großes, rundes Fenster zu sehen war, durch dass wir den unruhigen Ozean beobachten konnten. Im Inneren des Felsens hatten die Wellen ein einzigartig geformtes Gewölbe und einen kleinen See mit ruhigem und klarem Wasser hinterlassen.

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Nach einer etwas längeren Fahrt erreichten wir eine der letzten Attraktionen des Port Campbell National Park: die Bay of Martyrs. Hier war das Meer nicht mehr ganz so unruhig wie an den vorigen Stationen und wir konnten daher einen weißen Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser und wunderschönen Felsformationen bestaunen.

 

Bei Allansford endete die Great Ocean Road dann auch leider schon.

Sommerfeeling in Portland

In der nächsten größeren Stadt, Warrnambool, sahen wir nach längerem endlich einmal wieder einen größeren Supermarkt (unseren Lieblingssupermarkt Woolworths), deckten uns mit Getränken und Zimtdonuts ein und überlegten uns, was unser nächstes Ziel sein würde. Wir entschlossen uns erst einmal in das 98 km entfernte Portland zu fahren.

Nachdem wir an der Great Ocean Road eine sehr abwechslungsreiche Aussicht genossen hatten, erschienen die 98 Kilometer im Hinterland mit einer Weide nach der anderen richtig lang. Zum ersten Mal saß ich nicht mit der Handykamera gezückt auf dem Beifahrersitz, um die besten Momente einzufangen. Ich holte sogar mein Buch raus und fing an zu lesen! Etwas komisch war das schon, denn zuvor hatten uns diese unendlich weiten Grünflächen doch so sehr beeindruckt.

Vielleicht hatten wir mittlerweile aber auch so viele neue Eindrücke gesammelt, dass wir heute nichts neues mehr aufnehmen konnten. Und so gönnten wir uns in Portland dann eine kleine Auszeit. Wir suchten einen Strand und legten uns mit kurzen Sachen (keinen Badesachen, aber immerhin kurzen Hosen und Oberteilen) auf unsere Handtücher und genossen die Sonnenstrahlen und die warme Luft.

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Zwei Stunden später fuhren wir zum Portland Tourist Park und das beste an diesem Campingplatz: Die niedlichen Koalas, die hier überall in den Bäumen saßen.

 

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