Zwei Tage in „the Beautiful City of Melbourne“

05.-06. Oktober

Die letzten beiden Tage unserer Australienreise verbrachten wir in Melbourne. Die Metropole im Süden des Landes hatte alles, was das Herz begehrte. Von Stränden über Parks bis hin zu einer Skyline mit atemberaubenden Wolkenkratzern. Und zwei Tage hier waren definitiv zu wenig!

Der neue Campingplatz

Das erste, was wir an diesem Morgen machten (okay, das zweite nach unserem Kaffee), war, einen neuen Campingplatz zu suchen, der nicht weit von Melbourne entfernt war und auch in der Nähe der Apollo-Filiale lag, wo wir unseren Camper wieder abgeben mussten. Sowieso gab es nicht besonders viele Campingplätze in Melbourne, aber wir wurden fündig: Der BIG4 Melbourne Holiday Park hatte noch einen Stellplatz für uns frei.

Tag 1 in Melbourne: unser Strandtag

Da das Wetter heute mitspielte, wollten wir einen Tag am Strand verbringen und fuhren nach St. Kilda. Für die 24 Kilometer, die wir dorthin fahren mussten, brauchten wir zwar eine Stunde (Willkommen in der Großstadt), konnten dafür unterwegs aber schon einmal die Skyline und die Innenstadt Melbournes bewundern und uns auf den morgigen Tag freuen, an dem wir sie erkunden wollten.

St. Kilda selbst ist ein Bezirk der Metropole und liegt ein wenig außerhalb des Zentrums. Hier gibt es einen weißen Sandstrand mit belebter Promenade, einen Yachthafen und einen einmaligen Ausblick auf die Skyline Melbournes.

Als wir ankamen, war es zwar etwas windig, aber trotzdem war es recht warm – so hätte es auch ruhig die ganzen drei Wochen sein dürfen. Die Sonne schien und es war nicht eine Wolke am Himmel zu sehen. Nach ein paar Stunden wurde es dann aber doch etwas zu kalt und so spazierten wir zum Yachthafen, wo sich uns eine atemberaubende Aussicht bot: Die kleine Bucht hinter dem Hafen war gefüllt mit bunten Paraseglern, die Sonne schien aufs Meer, ließ es glitzern und im Hintergrund sahen wir die Skyline der Stadt, bestehend aus Hochhäusern mit Glasfassade, verziert mit Palmen.

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Tag 2 in Melbourne: die City

Da wir aus unseren Fehlern in Sydney zumindest ein wenig gelernt hatten, fuhren wir gleich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt. Hier hieß das: Bus und Straßenbahn. Der nette Busfahrer erklärte uns, wie das System hier in der Stadt funktionierte. Menschen, die nur einen Tag Bus fahren wollten, wurden hier klar benachteiligt. Wir mussten zuerst einen myki-Pass kaufen, auf dem noch kein Guthaben für die Fahrten selbst vorhanden war, und dann in jedem Bus und in jeder Bahn ein- und auschecken. Aufladen konnten wir sie nur mit mindestens 10 $ und so haben wir für eine Fahrt, die uns insgesamt 6,30 $ gekostet hätte, 16 $ bezahlt. Auch gut!

Die Fahrt mit Bus und Bahn dauerte ungefähr eine Dreiviertelstunde und wir durften wieder miterleben, was für tolle und freundliche Menschen die Aussies doch waren. Jeder wollte sofort helfen, wenn wir Fragen hatten, wir wurden in Gespräche verwickelt und überhaupt war der Umgang miteinander sehr viel angenehmer, als wir das aus Deutschland kannten.

Inmitten der Wolkenkratzer kamen wir an. Wir hatten uns hier nur ein Ziel für den Abend ausgesucht und wollten nun erst einmal alles erkunden. Es war schon schwierig, sich für eine Richtung zu entscheiden, da es aussah, als gäbe es überall interessante Ecken und Gebäude, die wir nicht verpassen durften. Einmal rechts und links abgebogen, entdeckten wir einen Fluss, an dem wir dann entlang liefen. Er führte uns vorbei an den höchsten Wolkenkratzern der Stadt, Cafés an der Promenade und direkt auf dem Wasser, einem Park und einem Stadion (wir nahmen an, dass es ein Football-Stadion war) und das bei spektakulären Blicken auf die Skyline.

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Eureka Skydeck

Schon hatte ich mich in die wunderschöne Metropole verliebt und heute Abend sollte es noch besser werden. Wir besuchten das Eureka Skydeck (285 m hoch), das sich im 88. Stock (also fast ganz oben) des höchsten Gebäudes der Stadt befand. Von hier aus konnten wir Melbourne von oben bewundern. Am Fuße des Eureka Towers aßen wir noch eine Kleinigkeit und gingen dann gegen 5 Uhr hinauf, um die Aussicht sowohl im Hellen als auch im Dunklen genießen zu können.

Und wir hatten alles richtig gemacht. Was wir sahen, war einfach unbeschreiblich. Die hohen Gebäude, die rundum größtenteils in Glas gehalten waren, die kleinen Gebäude, die unten auf der Straße eigentlich auch ganz schön groß gewirkt hatten, der Fluss, der sich durch die Stadt schlängelte, am Horizont die Ausläufer der Stadt und teilweise sogar andere Städte, die Grünflächen, das Meer und die zahlreichen Strände und Häfen Melbournes. Und die Weiten, diese unglaublichen Weiten in alle Richtungen. Als es dann langsam dunkel wurde, sahen wir den Sonnenuntergang und beobachteten, wie langsam überall die Lichter angingen, bis die ganze Metropole dann nur noch von den kleinen Punkten beleuchtet wurde. Bilder, die man sich nicht entgehen lassen durfte, wenn man einmal hier war.

Edge Experience

Wir hatten außerdem die Möglichkeit, an der Edge Experience teilzunehmen. Hierbei stand man in einem Glasblock, der sich aus dem Gebäude hinaus bewegte und seinen Besuchern durch den Glasboden dann ermöglichte, 285 Meter in die Tiefe gucken. Gut für Menschen mit leichter Höhenangst, wie mich, aber dieses einmalige Erlebnis konnten wir uns nicht entgehen lassen. Noch bevor es dunkel wurde, waren wir an der Reihe und wir haben es überlebt!

Das ganze Spektakel dauerte fünf Minuten und zunächst fuhren wir mit einem Block mit angelaufenen Scheiben nach draußen. Als er dann stand, wurde die Sicht plötzlich klar und es sah aus, als würden die Fenster kaputt gehen. Ein toller Effekt, der es den Ängstlichen unter uns nicht unbedingt leichter machte. Und dann standen wir da und guckten nach unten auf die Straße, die Autos und andere Gebäude. Eine unglaubliche Erfahrung, bei der es selbst Menschen ohne Höhenangst unheimlich werden kann. Fotos durften wir hier leider nicht machen (man sollte ja das von ihnen gemachte Foto kaufen).

Ein sehr gelungener letzter Tag in Australien und ein wunderschöner Abschluss eines sehr aktiven Urlaubes mit vielen spektakulären Eindrücken.

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