2670 Kilometer später

Am 07. Oktober um 22:15 Uhr Ortszeit (13:15 Uhr deutscher Zeit) endete unser erlebnisreicher Urlaub und ziemlich genau 24 Stunden später landeten wir wieder am Frankfurter Flughafen.

Der Rückflug

Da wir unseren Camper in der Nähe des Flughafens abgeben mussten, waren wir bereits acht Stunden vor dem Abflug dort. Obwohl wir lange warten mussten und in den ersten fünf Stunden auch weiterhin unsere Koffer mit uns herumschleppten, verging die Zeit sehr schnell und bevor wir uns versahen, saßen wir im Flugzeug in Richtung Dubai. Wir flogen gegen die Zeit und hatten tatsächlich 14 Stunden lang Nacht – was auch seinen Vorteil hatte: Viel Zeit zum Schlafen.

Beim Start hatten wir von Melbourne nur ein paar Lichter wahrnehmen können und ob die tatsächlich zu der Metropole gehörten, konnten wir auch nur erahnen. Bei der Landung in Dubai sah das schon anders aus. Mit direktem Blick auf die berühmte Skyline der Stadt flogen wir auf den Flughafen zu – beim Start in Richtung Frankfurt sahen wir sie dann auch noch einmal bei Tageslicht.

Von der Fluggesellschaft Emirates bin ich nach wie vor begeistert. Genau wie auch auf dem Hinflug wurden wir an Board so sehr verwöhnt, das uns wahrscheinlich auf den nächsten normalen Flügen vieles fehlen wird.

Ein Rückblick auf drei Wochen Australien

Die Tierwelt

Vor dem Urlaub war ich sehr skeptisch und mit einem eher mulmigen Gefühl dachte ich an die Dinge, die uns dort erwarten würden (giftige Spinnen zum Beispiel). Ich möchte an dieser Stelle auch wirklich noch einmal betonen, dass ich in den gesamten drei Wochen nur zwei Spinnen gesehen habe und da wir uns informiert hatten, welche überhaupt giftig waren, glaube ich nicht, dass sie dazu gehörten. Das kann natürlich an unserer Route oder auch an der Jahreszeit gelegen haben.

Australien mag, was die Tierwelt angeht, der giftigste Kontinent der Welt sein, er ist aber auch das Zuhause außergewöhnlicher Tiere wie Koalas, Kängurus, Wallabys und Quokkas – die meiner Meinung nach niedlichsten Tiere der Welt. Es war wirklich etwas ganz besonderes, diese Tiere, die man sonst nur von Fotos und aus Dokumentationen kannte, einmal in echt zu sehen, sowohl in den verschiedenen Wildlife Parks als auch in freier Wildbahn.

Die Aussies

Auch konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie die Aussies sein würden. Bei den ganzen Regeln und Verboten, was man nicht mit in ihr Land nehmen durfte, hatte ich mir sehr strenge und verbissene Menschen vorgestellt. Das genaue Gegenteil ist aber der Fall. Wie ich in vielen Einträgen erwähnt habe, ist die Freundlichkeit in diesem Land wirklich auffällig und bemerkenswert. Selten habe ich so gut gelaunte und hilfsbereite Menschen gesehen – in egal welcher Situation und egal, wo wir uns Australien befanden. Keine schlechte Laune zu finden, kein Gemecker. Und ich kann keine Ausnahme nennen.

Im Supermarkt, an der Haltestelle, in öffentlichen Verkehrsmitteln und auch so auf der Straße wurde man in Gespräche verwickelt, überall wurde gefragt, wie es einem ging und wie der Tag war und wenn man verloren aussah (wie wir so manch einmal) kamen die Aussies von sich auf einen zu und baten ihre Hilfe an. Unglaubliche Menschen, von denen die Welt ein paar mehr gebrauchen könnte.

Das Leben im Camper

Dass mir das Leben in einem Camper mit der Freiheit, überall hinfahren zu können, gefallen würde, wusste ich von Anfang an und meine Vermutung hat sich auch bestätigt. Es war toll, sich manchmal erst morgens zu entscheiden, wo wir hinfuhren oder auch einen Plan komplett umzuwerfen, wenn uns etwas anderes einfiel. Wir hatten immer und überall alles dabei und konnten viele Kilometer zurückzulegen und dadurch die verschiedensten, unglaublichen Eindrücke sammeln.

Ein kleiner Wermutstropfen war die Tatsache, dass wir jeden Abend auf einen Campingplatz fahren mussten und diese meistens zwischen 17 und 18 Uhr ihre Rezeption geschlossen haben. Auch die Öffnungszeiten könnten in den Sommermonaten natürlich anders ausfallen, aber die Möglichkeit, noch einen Stellplatz zu bekommen, wird dann auch geringer.

Zunächst dachte ich, es gäbe überall unterwegs genügend Rest Areas, um dieses Problem zu umgehen, aber das hatte sich ja dann leider irgendwann erledigt. Trotzdem würde ich es genauso wieder tun. Nur würde ich mehr Geld für Campingplätze einplanen und vielleicht nicht unbedingt auf einen Camper mit kleiner Küchenzeile bestehen – denn eine Küche hätten wir auf jedem Campingplatz nutzen können.

Unsere Fahrten entlang unglaublicher Landschaften

Insgesamt haben wir ungefähr 2670 Kilometer zurückgelegt. Wir haben bestimmt nicht die direktesten Routen genommen und auch nicht immer die, die Google uns vorschlug. Dafür lernten wir aber die Vielseitigkeit eines nur sehr kleinen Teils dieses großen Landes kennen.

Die unglaublichen Weiten, die wir kennen lernten, auf denen es kilometerweit nichts anderes als Felder gab, die urwaldartigen Wälder, die wunderschöne Flora und Fauna mit ungewöhnlich wachsenden Palmen, die Küsten mit weißen Stränden, steilen Klippen und dem rauen Meer, die Kleinstädte mit den typisch australischen Häusern, die langen Highways ohne auch nur das kleinste Dorf, die Farmen mitten im Nichts und als Kontrast die lebhaften Metropolen mit ihren Wolkenkratzern und grünen Parks. Die vielen auffälligen Unterschiede zu allem, was wir zuvor kannten.

Ich bin sowieso kein Mensch, der gerne zu Hause ist oder gerne nach Hause kommt, aber nach diesen drei Wochen fällt es mir doch besonders schwer und es wird auf jeden Fall nicht unser letzter Besuch in Down Under gewesen sein.

 


In Sydney: 131 km; Sydney – Canberra: 265 km; Canberra – Tidbinbilla: 44 km; Tidbinbilla – Batemans Bay: 193 km; Batemans Bay – Merimbula: 178 km; Merimbula – Paynesville: 318 km; Paynesville – Yarram: 153 km; Yarram –  Phillip Island: 162 km; Phillip Island – Pakenham: 121 km; Pakenham – Moonlit Sanctuary: 37 km; Moonlit Sanctuary – Geelong: 135 km; Geelong – Torquay: 22 km; Torquay – Apollo Bay: 153 km; Apollo Bay – Port Campbell: 114 km; Port Campbell – Portland: 161 km; Portland – Ballarat: 296 km; Ballarat – Rockbank: 78 km; Rockbank – Coburg, Melbourne: 43 km; in Melbourne: 66 km.

 

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