An Bord der Aphrodite

Zu Weihnachten haben wir meinen Eltern einen Bootsausflug entlang der Westküste Gran Canarias geschenkt. Hier konnten wir die riesigen Felsen, die ins Wasser ragen und die kleinen, verlassenen Strandabschnitte einmal vom Meer aus begutachten.

Aufbruch am Morgen

Am Morgen des 8. Januars ging es dann los. Treffpunkt war 9:45 Uhr am Hafen von Puerto Rico. Da wir nicht ganz sicher waren, wo und wie man dort parken konnte, fuhren wir so früh los, dass wir bereits vor neun Uhr dort waren. Für alle, die einen solchen Ausflug einmal machen möchten: Die Parksituation ist super! Es gibt einen recht großen Parkplatz direkt am Hafen, man muss nicht lange suchen und die Tagesgebühr beträgt nur ungefähr 6 €.
Das Auto war also abgestellt und wir liefen zu unserem Boot, der Aphrodite. Ein kleines, gemütliches Boot aus Holz mit viel Liege- und Sitzmöglichkeiten auf dem Deck, sowohl im hinteren als auch im vorderen Teil. Da wir die ersten waren, hatten wir uns, schon bevor wir an Bord gingen, unsere Plätze ausgesucht. Als dann der Bus mit den restlichen Passagieren eintraf, durften wir endlich auf das Schiff.

Papas Arrugadas, Sangría und Entpannung

Als Willkommensgetränk gab es erstmal einen Sekt, gefolgt von kleinen kanarischen Spezialitäten, wie Käse und Papas Arrugadas (kleine Pellkartoffeln in Knoblauchsoße). Unser Guide – ein deutscher Auswanderer – erklärte uns, was wir heute zu sehen bekamen und machte uns mit den Besonderheiten des Schiffs vertraut. So gab es zum Beispiel im unteren Teil zwei Schlafzimmer mit gemütlichen Doppelbetten! Die ganze Fahrt über waren die Getränke inklusive und wir konnten zwischen Cola, Wasser und sogar Wein und Sangría wählen – lecker! Schön war auch, dass der Guide jederzeit bei uns war und Fragen beantwortete, aber nicht dauerhaft redete. Wir konnten also wirklich entspannen und die Aussicht genießen.

Als wir den Hafen von Puerto Rico verlassen hatten, ging es in Richtung Norden entlang der Westküste mit dem Ziel Playa de Güigüi. Noch nie zuvor hatten wir diese Ecke der Insel gesehen – hier gibt es nämlich keine Straßen und die paar Wanderwege schlängeln sich hinter den Klippen entlang, sodass man nur sehr selten das Meer zu sehen bekommt. Vom Boot aus hingegen sieht man keine Wege, nur die imposanten Berge, die den Eindruck vermitteln, keine Menschen wären jemals zuvor hier gewesen – eine eindrucksvolle und unberührte Natur. Zwischendurch trennen kleine Strände, von denen nicht einmal die Hälfte mit dem Auto erreichbar sind, die steilen Berge. Auf der anderen Seite am Horizont konnten wir, obwohl es etwas bewölkt war, während der gesamten Fahrt sogar Teneriffa sehen.

Verlassener Playa de Güigüi

Nach ungefähr zwei Stunden erreichten wir den Playa de Güigüi – auch einer dieser Strände, die nur zu Fuß oder vom Meer aus erreichbar sind. Die Aphrodite machte hier eine kleine Pause, damit wir schwimmen konnten. Bei Wind, 22 Grad Luft- und 19 Grad Wassertemperatur haben aber nur zwei ganz harte Passagiere dieses Angebot auch genutzt. Der Rest stand an der Reling, bewunderte die Aussicht und schaute den Badenden zu.

Danach ging es zurück nach Puerto Rico und im unteren Teil des Schiffs wurde ein Buffet mit typisch kanarischen Spezialitäten aufgebaut, an dem wir uns bedienen konnten. Das Essen war so lecker, dass ich alleine dafür schon wieder auf das Boot zurückkehren möchte!
Vom ganzen Sangría leicht angeheitert gingen wir gegen zwei Uhr dann leider schon wieder von Bord und ließen den Tag am nicht weit entfernten Strand Playa de los Amadores ausklingen.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.