Ein Tag in der Hauptstadt

Auch in diesem Jahr haben wir die im Norden liegende Hauptstadt Las Palmas besucht. Anlass unseres Besuches war eigentlich der Belén de Arena – die größte Weihnachtskrippe aus Sand – am Stadtstrand Las Canteras, doch die größte Stadt der Kanarischen Insel hat noch viel mehr zu bieten.

Las Canteras – das Rio Europas

Knapp 60 Kilometer von unserer Unterkunft entfernt befand sich die Hauptstadt und größte Stadt der Insel und des gesamten Archipels: Las Palmas de Gran Canaria. Schon von weitem erkennt man die Stadt an den hohen Häusern und bunt bebauten Hügeln sowie an den unzähligen Containerschiffen, die vor dem Hafen Puerto de la Luz auf ihren Einlass warten. Um zur Playa de las Canteras zu gelangen, muss man einmal die halbe Stadt durchqueren, an der Altstadt vorbei fahren und sich auf den Weg nach La Isleta, einer kleinen Halbinsel nördlich der Hauptstadt, begeben. Im westlichen Teil befindet sich dann der etwa drei Kilometer lange, weiße Sandstrand. Mit seinen hohen Häusern an der breiten Promenade, den Palmen, kleinen Bars und Menschenmengen erinnert er etwas an Rio de Janeiro. Auf der gegenüberliegenden Seite kann man die Nordküste der Insel bewundern und mit etwas Glück sogar Teneriffa am Horizont sehen.

Belén de Arena

Bereits zum 13. Mal wurde am Canteras der Belén de Arena, die größte Weihnachtskrippe aus Sand, ausgestellt. Und genau deswegen waren wir hier. Acht Bildhauer aus aller Welt hatten in nur wenigen Tagen die verschiedenen Szenen der Weihnachtsgeschichte in Sand erschaffen. Bis zum 8. Januar konnten diese unglaublichen Skulpturen besichtigt werden. Auch kaum zu glauben: wir mussten keinen Eintritt bezahlen!
Ein kleiner Weg auf Holzstegen führte vorbei an der Krippenszene, den Heiligen Drei Königen, der Suche nach einer Herberge und vielem mehr. Wir konnten gar nicht glauben, was wir da sahen. Nur mit Sand und Wasser haben die Künstler hier etwas so detailgetreues geschaffen, dass man fast hätte denken können, unter den Figuren würden sich Menschen befinden, an denen der Sand befestigt wurde. So viel Talent auf einem Fleck! Der Besuch hat sich mehr als nur gelohnt.

Übrigens: Im Nachhinein fanden wir heraus, dass man im Einkaufszentrum Las Arenas, das sich am Canteras befindet, die ersten drei Stunden gratis parken kann!

La Vegueta – eine Tour durch die Geschichte

Nach dem Besuch am Stadtstrand fuhren wir zurück zur historischen Altstadt von Las Palmas: La Vegueta. Auch hier gibt es viele Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen darf, wenn man den Norden besucht.
Die älteste Kirche der Kanaren, die Catedral de Santa Ana befindet sich im Herzen des Stadtteils. Fast vierhundert Jahre wurde an ihr gebaut, was man heute auch an den verschiedenen Stilrichtungen der jeweiligen Epochen sehen kann.

Fast das gesamte Bauwerk kann besichtigt werden. Besonders sehenswert ist aber der rechte Turm. Wenn man es geschafft hat, die unzähligen Stufen hinaufzuklettern, kann man große Teile der Stadt und des Hafens sehen. Ein wunderschöner Ausblick auf die typischen, bunt bebauten Hügel und auf die moderne, palmenverzierte Promenade. Vor der Kathedrale befindet sich die Plaza Mayor de Santa Ana, einer der bekanntesten Plätze der Hauptstadt und gegenüber das malerische Rathaus, das aussieht, als wäre es eine weitere Sehenswürdigkeit.

Möchte man einen kleinen Sprung in die spanische und hispanoamerikanische Geschichte werfen, kann man die Casa de Colón besuchen – ein Museum, in dem man eine Ausstellung über Christopher Columbus und seine Reise in die Neue Welt besichtigen kann.
Bevor wir wieder zurück in den Süden fuhren, ließen wir unseren schönen Tag noch mit Sangría und Wein gemütlich in einem niedlichen, kleinen Straßencafé ausklingen.

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