New York – Part III: Eine Aussicht beeindruckender als die andere

An unserem dritten Tag im Big Apple drehte sich alles um unglaubliche Aussichten: Zuerst waren wir auf einem Schiff und haben Manhattan sozusagen von außen besichtigt und am Abend waren wir auf dem Top of the Rock, der Aussichtsplattform des Rockefeller Centers.

Schifffahrt auf dem Hudson River und dem East River

In unserem City Pass gab es auch ein Ticket für eine Schifffahrt auf New Yorks Flüssen. Eigentlich konnten wir uns entscheiden, ob wir eine Rundfahrt um Manhattan herum machen wollten oder einen Ausflug zur Liberty Island, wo die Freiheitsstatue steht, und nach Elli Island, wo die Einwanderer damals ankamen und heute ein Museum ist. Wir wählten die erste Tour, einfach, weil wir auf dieser mehr zu sehen bekamen.
Gestartet sind wir auf dem Hudson River. Das ist der westliche der beiden Flüsse, der New York und New Jersey von einander trennt. Der Guide erzählte uns während der Fahrt Wissenswertes sowohl über den einen Bundesstaat als auch über den anderen. Aber natürlich mehr über New York. Obwohl auch New Jersey City eine beachtliche Skyline hat, dachte ich bei jedem Blick zu dieser Küste „Wow, was die da drüben für eine tolle Aussicht auf New York haben müssen!“.
Wir fuhren also am westlichen Teil Manhattans vorbei und bekamen dessen gesamte Skyline mit all den Wolkenkratzern zu sehen, die man so gar nicht wahrnimmt, wenn man sich zwischen ihnen auf den Straßen der Stadt befindet. Von hieraus konnten wir auch zum ersten Mal so richtig einschätzen, was für eine Strecke wir Wahnsinnigen am ersten Tag tatsächlich zurückgelegt hatten!
Als wir uns langsam der Spitze näherten, wurden die Wolkenkratzer höher und imposanter und wir entfernten uns weiter von der Küste. Das taten wir, um genau vor der Freiheitsstatue vorbei zu fahren. Die hatte ich mir ehrlich gesagt etwas größer vorgestellt als sie im Endeffekt war, ein Kribbeln lief mir trotzdem durch den Körper: Wir waren tatsächlich hier, direkt vor dem Wahrzeichen New Yorks, vielleicht sogar dem berühmtesten Wahrzeichen der gesamten USA. Schon so oft gesehen und doch noch nie.



Danach ging es dann in Richtung East River weiter – wie der Name schon sagt, der östliche der beiden Flüsse, der Manhattan und Brooklyn von einander trennt. Hier stehen auch die bekannten Brücken New Yorks. Von dort, wo wir jetzt waren, irgendwo zwischen Freiheitsstatue, Manhattan und Brooklyn, bot sich uns die Skyline, wie man sie auf unzähligen Bildern findet. Der Battery Park, das Financial District, die ganzen in den Himmel ragenden Türme, einer höher als der andere, und ganz prominent auf der linken Seite der neue Tower des World Trade Centers.
Auf dem East River fuhren wir dann unter der berühmtesten Brücke der Stadt, der Brooklyn Bridge, und der Manhattan Bridge hindurch und genau zwischen den beiden Brücken, die Brooklyn Bridge bereits hinter uns und die Manhattan Bridge genau vor uns, da war er dann wieder, der berühmteste Ausblick auf New York. Der, der damals genau so in meinem Zimmer an der Schräge hing. Faszinierend, Gänsehaut und einfach nur sprachlos.

Wir fuhren weiter den Fluss entlang, an Gebäuden wie dem Rockefeller Center und dem Empire State Building vorbei und auch auf der Rückfahrt konnten wir nicht genug von all den wahnsinnigen, eindrucksvollen Bildern auf die Stadt bekommen. Der Ausflug hat sich gelohnt.

Top of the Rocks

Und weil wir heute schon so viele tolle Aussichten genießen konnten, wollten wir den Abend auch dementsprechend ausklingen lassen. Auch in unserem City Pass enthalten war nämlich ein Besuch des Top of the Rocks, der Aussichtsplattform auf dem Rockefeller Center. Dies erstreckt sich über drei Etagen und die oberste befindet sich im 70. Stockwerk des Gebäudes. Da sich das Rockefeller Center genau zwischen dem Empire State Building und dem Financial District in Lower Manhattan befindet, waren wir schon sehr gespannt auf die Aussicht dort oben. Wir aßen in einem Diner ganz unten im Center – leckere Burger mit Pulled Pork – und gingen dann, als es dunkel wurde, hinauf. Für alle, die es noch vor haben: Reserviert euch einen Termin! Wir hatten noch Glück, aber alle die genau nach uns in der Schlange standen, mussten zwei Stunden und mehr warten, bis sie nach oben konnten! Und für alle, die New York besuchen und noch rätseln, ob es sich lohnt: Ja, das tut es, und wie. Besonders in der Dämmerung und im Dunklen. Atemberaubend. Ein Meer aus Lichtern, das sich in der Dunkelheit bis an das Ende des Horizonts erstreckt, die hinaufragenden Türme und mitten drinnen der Central Park. Wie ein schwarzes Loch. Eigentlich nur sichtbar, da sich in dessen Seen hin und wieder ein paar Lichter der umrandenden Gebäude spiegeln. Ähnlich wie damals in Melbourne, als wir vom Eureka Skydeck hinab auf die riesige Metropole geschaut hatten, war ich überrascht, wie hell die Nacht in einer solchen Stadt doch aussehen kann. Eine Erfahrung, die man nicht verpassen darf.

Und was macht es nun so besonders, im Dunkeln gerade auf dieses Gebäude zu gehen? Ganz einfach: der Standort. Auf der südlichen Seite ragt ganz Lower Manhattan mit dem höchsten Gebäude, dem neuen WTC, in den Himmel, die ebenfalls beleuchtete Brooklyn Bridge ist zu sehen und, wenn man gute Augen oder ein Fernglas hat, sogar die Freiheitsstatue. Quasi genau gegenüber der im Dunklen auffälligste Tower: das Empire State Building. Das wird im oberen Teil mit unterschiedlichen Farben angestrahlt, und wenn man Glück hat, wie wir, bekommt man sogar eine Lichtershow zu sehen. Sehr beeindruckend. Und im Norden dann die riesige Fläche des Central Parks und die im Gegensatz zur anderen Seite, eher flachen Gebäude.

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